Wie hänge ich Wandbilder eigentlich auf?

Posted in Tipps & Tricks

Puh, geile Bilder hier! Aber wie hänge ich so ein Foto oder eine Illustration eigentlich richtig auf? Welche Bilder passen zusammen? Wie hoch gehört so ein Wandbild eigentlich?

Keine Sorge. So schwer ist das alles gar nicht. Es gibt da ein paar Richtlinien, an denen man sich super orientieren kann. Wobei man auch nicht vergessen darf: Manchmal muss man die auch einfach ignorieren.

Der passende Ort

Du kannst an die Sache von zwei Seiten ran gehen. Entweder dir fehlt etwas an einer Stelle deiner Wand und willst das ändern, oder aber du hast ein Bild und suchst den richtigen Ort dafür.

Im ersten Fall:

Cool, kein Problem, überspring diesen Teil, suche nach einem schönen Bild und häng es jetzt endlich auf!

Im zweiten Fall:

Schön, dass du dich in ein Bild verliebt hast und es aufhängen möchtest. Schau es dir doch einmal an und überlege kurz: Ist es was fürs Wohnzimmer? Für den Flur? Das Schlafzimmer? Oft hat man da ja so ein erstes Bauchgefühl. Und meistens stimmt das auch.

Auch nicht unwichtig ist: Wo hast du überhaupt Platz dafür oder kannst welchen schaffen? Ist es an der Stelle hell genug für das Bild? Oder spiegelt sich wiederum ausgerechnet am gewählten Ort ständig ein helles Fenster in dem Glas eines dunklen Bildes? So Thema Einfallswinkel… ach… du weißt schon. Denk darüber nach, bevor du die Bohrmaschine ansetzt. Für eine spätere Korrektur bist du eh zu faul.

Möchtest du dein Bild über ein Möbelstück hängen? Achte drauf, dass die Proportionen halbwegs zusammenpassen. Ein einzelnes winziges Foto über einer riesigen Sofalandschaft wirkt schnell verloren. Der riesen Schinken über dem kleinen Beistelltisch ist vielleicht ein bisschen überdimensioniert. Wenn du ein einzelnes Bild über eine Kommode oder ein Regal hängst, sollte es im Idealfall ca. die die Hälfte bis drei Viertel der breite ausmachen.

Unsere Wandbilder bieten wir dir übrigens extra in überschaubaren Formaten an, damit du je nach Wand- und Raumgröße Kombinationen aus mehreren Bildern zusammenstellen kannst.

Die richtige Höhe

An einer leeren Wand ist das total einfach. Ungefähr ein Drittel des Bildes sollte sich unterhalb der Augenhöhe des Betrachters befinden. Da wir natürlich alle unterschiedlich groß sind empfehlen wir dir: Platziere die Bildmitte ca. 150 cm bis 160 cm über dem Boden.

Hast du in einem Raum mehrere Fotos hängen, achte im Idealfall darauf, dass die Bilder eine Linie bilden, die Bildmitte, Ober- oder Unterkante also auf einer Höhe liegt.

Wenn du Bilder in einem Raster oder einer Petersburger Hängung hängen möchtest, versuche den Mittelpunkt der Bildwolke auf dieser Höhe einzuplanen aber auch genügend Abstand zum Boden einzuhalten.

Wenn du Bilder über Möbelstücken aufhängst, musst du natürlich hier ein wenig auf die Wirkung achten. Über Sideboards kannst du das Bild auch tiefer hängen und dichter an das Sideboard rücken, damit eine Beziehung zwischen beidem entsteht. Über einem Sofa / einer Sitzbank solltest du schauen, dass du nicht mit deinem Kopf an das Bild stößt und es vielleicht ein wenig höher hängen.

Wie ordne ich die Bilder denn an?

Erlaubt ist alles was dir gefällt! Es gibt aber natürlich so ein paar klassische Arten Bilder zu hängen, die irgendwie immer funktionieren.

1. Einzeln aufhängen

Ein einzelnes Bild über das Sideboard oder den Beistelltisch, vielleicht übers Sofa oder das Klavier. So bekommt das einzelne Bild die volle Aufmerksamkeit des Betrachters und du kannst mit der Bildgröße problemlos auf die Größe des Raumes reagieren. So klappt das auch im Arbeits-, Kinder oder WG-Zimmer. Suche dir einen Ort, an dem das Bild im Raum wirkt, es das perfekte Licht bekommt und du es immer siehst und ab geht’s!

2. Bilder in Reihe hängen

Mehrere Bilder in eine Reihe zu hängen bietet sich natürlich besonders bei Serien an, funktioniert aber auch mit farblich passenden Einzelbildern total gut. Achte darauf, dass die Bilder, auch bei unterschiedlichen Formaten, irgendwie eine Linie bilden. Entweder durch die Bildmitte, Ober- oder Unterkante. Du kannst auch versuchen ein wenig mit Formaten zu spielen und so zum Beispiel Symmetrie schaffen.

3. Petersburger Hängung / Bilderwolke / Salonhängung

Die Variante mögen wir ja total gerne. Du schnappst dir einen Haufen deiner Lieblingsbilder und bildest an deiner Wand eine Wolke dieser Bilder.

Im Idealfall machst du dir vorher ein paar Gedanken und legst die Bilder auf dem Boden aus, bevor du sie aufhängst. Fang einfach von der Mitte aus mit deinem Lieblingsbild an und ordne die anderen Bilder um dieses Bild herum an. Damit es nicht zu wüst wird, versuche einfach den Abstand zwischen den Bildern gleichmäßig zu halten.

Ich selber lasse meine Bilderwolke gerne mit der Zeit wachsen. Ich hänge 1 – 2 – 3 Bilder an eine Wand und nach und nach kommen neue Fotos oder Illustrationen dazu, wenn ich etwas neues schönes gefunden habe. Eine total gute Variante, wenn man sich eh immer wieder in neue Fotos verliebt und etwas neues dazu kommt.

4. Raster

Du kannst natürlich auch ein strengeres Raster aus deinen Fotos bilden. Das kappt allerdings natürlich am besten mit Fotos mit gleichen Rahmen in gleicher Größe. Unser Tipp: Rahme die Prints mit Passepartout in quadratischen Rahmen, dann bekommst du kein Problem mit Hoch- und Querformaten und kannst auch mal ein Bild austauschen.

5. Bilder stellen

Du musst deine Bilder auch nicht immer aufhängen. Lehne große Bilder einfach, auf dem Boden stehend, an die Wand an, kleinere Formate kannst du auf gleiche Weise auf ein Sideboard stellen.

Allgemeine Tipps:

Halte genug Abstand zu Möbeln und Objekten ein.

Ich habe den Fehler mal in meinem Wohnzimmer gemacht. Bei einer Petersburger Hängung ist das das letzte Foto von der Höhe sehr knapp über dem Fernseher gelandet. Im Stehen sieht das super aus, sitze ich auf dem Sofa überlappt der Fernseher minimal mit dem Rahmen. Thema Faulheit: Es hängt leider immer noch so.

Flexibel bleiben

Ich nutze selten die mitgelieferten Aufhängungen der Rahmen. Meist hänge ich das Bild direkt mit dem Rahmen auf zwei Nägel, die ungefähr um die Hälfte der Rahmenbreite auseinander liegen. So kann ich das Bild immer noch ein wenig nach links oder rechts schieben, damit die Abstände zwischen den Bildern passen.

Gerade ist schon geil

Eine Wasserwage ist dein Freund! Und besonders praktisch, gerade wenn du viele Bilder auf gleicher Höhe aufhängst, sind digitale Wasserwagen mit Laser.

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